Neue Feuerwache Sindelfingen (2002)

Neubau einer Feuerwache in Sindelfingen

Standort: Gansackerweg / Vaihinger Strasse

Wettbewerb: 1998, 1. Preis

Baubeginn: Januar 2000

Fertigstellung: 1. BA April 2001, 2. BA Oktober 2002

Bauherr: Stadt Sindelfingen

Fotos: Dietmar Strauß, Besigheim

BRI ca. 21.000 m³

Als Ersatz für die alte Feuerwache ist ein Neubau auf dem Grundstück unter Aufrechterhaltung des Feuerwehrbetriebs anzuordnen. Das Hanggrundstück steigt vom Gansackerweg zur südlich angrenzenden Wohnbebauung um 5,0 m.

Städtebauliche Einbindung:

Als wichtige öffentliche Einrichtung steht der Feuerwehrneubau selbstbewusst im Kreuzungsbereich Vaihinger Strasse / Gansackerweg. Der zweigeteilte Baukörper liegt in Tallängslinie und verbindet die bestehenden Grünflächen. Im Richtungswechsel der beiden Bauteile liegt der Haupteingang, akzentuiert durch den Übungsturm. Zum Gansackerweg zeigt sich der Neubau mit 3 Geschossen, zur Gartenseite mit 2 Geschossen. Lager- und Stellplatzflächen schieben sich der Topografie folgend in das Gelände. Durch die Platzierung auf dem Grundstück ergeben sich neue interessante Stadträume. Die schlanken Baukörper schirmen das Wohngebiet gegen den Straßenlärm ab und komplettieren die Gartenseite zu einer Aufenthaltsfläche mit Erholungsfunktion.

Freiflächen / Ökologie / Schallschutz:

Die beiden Baukörper verbinden mit einfachen Mitteln die bestehenden Freiflächen. Der Kopf des Hauptbaukörpers orientiert sich zum Stadtpark und lässt die Topografie durchfließen. Auf der Südseite ergeben die intensiv begrünten Dachflächen zusammen mit den privaten Gärten einen ruhigen Gartenhof zum „draußen sitzen“. Die übrigen Dachflächen sind extensiv begrünt und entwässern zu einem Regenwasserspeicher. Dachaufkipper geben den Versammlungsräumen die notwendige Höhe und mit der Nordausrichtung eine ideale Tageslichtversorgung. Mit der Ausrichtung der Wohnungen, Büros und des Schulungsbereiches nach Süden bzw. nach Südosten ergeben sich ruhige Arbeits- und Wohnbereiche mit natürlicher Lüftung. Lärmintensive Bereiche verbleiben am Gansackerweg.