Wohnbebauung Achalmstraße (2002)

Neuordnung eines Wohnbaugrundstücks  mit 20 Mietwohnungen in Böblingen

Standort: Achalmstrasse 50, 52, 54, 56 Böblingen

Baubeginn: April 2001

Fertigstellung: August 2002

Bauherr: Böblinger Baugesellschaft mbH

Fotos: Dietmar Strauß, Besigheim

BRI ca. 9.500 m³

 

Neuordnung eines Wohnbaugrundstücks, ehemals bebaut mit drei Mietwohnungszeilen, die einen erheblichen Modernisierungsbedarf aufwiesen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde eine Konzeption erarbeitet, die den Abbruch der maroden Gebäude und eine zweigeschossige Neubebauung mit neun Einzelgebäuden vorsah.
In einem 1. Bauabschnitt wurden 4 Gebäude mit 20 geförderten Mietwohnungen (14 3-Zimmer-Wohnungen und 6 4-Zimmer-Wohnungen) und 18 ebenerdige Stellplätze erstellt.

Das Baugrundstück liegt in einem typischen Stadterweiterungsgebiet der 50er Jahre mit ein- bis zweigeschossiger Wohnbebauung, überwiegend Einzel-, Doppel- und Zweifamilienhäuser.
Die 9 Einzelgebäude nehmen durch ihre Abmessungen und ihre versetzte Anordnung die kleinteilige Baustruktur der Umgebung auf. Es entstehen zwei Gebäudegruppen mit jeweils vier bzw. fünf Gebäuden und dazwischen liegenden Wegen.
Die Gebäude sind jeweils 2-geschossig mit einem aufgesetzten Dachgeschoss, das von jeder Stirnseite deutlich zurückgesetzt ist und dadurch großzügige Dachterrassen entstehen lässt.
Den Hauseingängen als raumbildende Elemente vorgelagert sind Nebenraumspangen, die großzügig dimensionierte Flächen für Müll, Fahrräder und Kinderwägen aufnehmen. Zudem bilden sie einen angenehmen Filter vom öffentlichen zum halböffentlichen und letztlich privaten Bereich.
Für die Fassadengestaltung wurde heller Putz, farbige Faserzementplatten und naturbelassenes Holz verwendet.

Zwischen den 4 Gebäuden der nordöstlichen Baugruppe (1.BA) und den 5 Gebäuden der südwestlichen Baugruppe (2.BA) ist parallel zur Achalmstrasse ein interner Quartiersweg angelegt. Senkrecht dazu entsteht zwischen den beiden Gebäudegruppen eine öffentliche Wegeverbindung zwischen Achalmstrasse und Roßbergstrasse.
Die Parkierung ist ebenerdig an 3 verschiedenen Standorten am Quartiersrand angeordnet, dadurch kann der Innenbereich autofrei gehalten werden.

Die Pultdächer sind extensiv begrünt. Eine Sonnenkollektoranlage pro Haus unterstützt die Brauchwassererwärmung. Versiegelte Flächen wurden weitgehend vermieden (wasserdurchlässige Pflasterbeläge).