Feuerwehrhaus Rottweil (2013)

Neubau eines Feuerwehrhauses mit

13 Fahrzeugstellplätzen

 

Standort: Schramberger Straße, Rottweil

Wettbewerb: Oktober 2013, 2. Preis

Auslober: Stadt Rottweil

 

Städtebauliche Einbindung

Als wichtige öffentliche Einrichtung steht der Feuerwehrneubau selbstbewusst im Kreuzungsbereich Schramberger Strasse/ Hausener Strasse. Der schlanke Gesamtbaukörper liegt in Tallängslinie und schafft neue spannende Stadträume. Aufweitungen und Verengungen korrespondieren mit der Topografie. Der Kopf der Fahrzeughalle wird vom Übungshof umgriffen und erhält mit dem Turm ein markantes Stadtzeichen. Parallel zu den Gebäudelängsseiten werden die neu gestaltete Schramberger Strasse und der südlich angrenzende Grünraum aufgewertet.

Erschliessung

Erschlossen wird das Feuerwehrareal in topografisch günstiger Höhenlage, abgerückt vom Kreisverkehr. Einrückende PKW und ausrückende Einsatzfahrzeuge sind strikt getrennt. Abseits des Alarmeinsatzes befindet sich der großzügige Übungshof. Für Anlieferung und Wartung liegt im rückwärtigen, geschützten Bereich eine Verfügungsfläche mit Entwicklungspotential. Hier wird auch eine sinnvolle Erweiterung um zwei Stellplätze gesehen, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Im Alarmfall ist ein ergonomisch optimaler Ablauf gewährleistet. Der Haupteingang des Gebäudes liegt im Schwerpunkt und bietet Kurze Wege zu den Nutzungseinheiten. Durch den Luftraum sind die beiden Gebäudeebenen auf einen Blick erfassbar. Spannende Ein- und Ausblicke verbinden die Straßenseite mit der Gartenseite. Im Galeriebereich des 1. Obergeschosses wird der ideale Ort für Ausstellungen und Präsentationen gesehen.

 

Funktionsabläufe

Oberste Priorität eines Feuerwehrhauses hat der optimale Funktionsablauf. Für den schnellen und reibungslosen Alarmeinsatz sorgen folgende Gebäudedispositionen:

- anrückende Einsatzkräfte erreichen kreuzungsfrei den Parkplatz

- unmittelbar angrenzend befindet sich der Alarmeingang

- Umkleide und Zentrale bilden eine logische Funktionseinheit

- Klare, übersichtliche Wegeführung in die Fahrzeughalle

 

Optimierungen und Erleichterungen im Normalbetrieb werden erreicht durch:

- Angemessener Eingangsbereich mit Luftraum und Ausstellung

- Im Nutzungsschwerpunkt angeordnete Vertikalerschließung

- separat nutzbares OG z.B. für Abendveranstaltungen etc.

- ruhige Orientierung des Schulungsbereiches nach Süden

- Lage der Verwaltung über Haupteingang mit Blick auf Vorfeld

- Autarke Nutzung der Jungendfeuerwehr

- direkte Anordnung der Lagerflächen und Werkstätten im rückwärtigen Bereich der Fahrzeughalle

- Vordach über Fahrzeughallentore, hilfreich im Wintereinsatz

- die Lage des Übungshofes sorgt für Sicherheit

- der Standort des Turms übernimmt die wichtige Funktion eines Stadtzeichens

- Die Anordnung der Florianstube im Schwerpunkt der Anlage unterstreicht den Stellenwert der Einrichtung

- Die Südterrasse ist direkt von allen Funktionseinheiten erreichbar

- Die Anordnung der Küche erleichtert die Anlieferung und ermöglicht auch Außenbewirtschaftungen

- Treibstofflager, Auffanggefäße, Müll und Außenlager erhalten einen aufgeräumten Standorte am Wartungshof